Text: Alexandra Neuhaus
Tatyana Polnova - heute eine der besten Stabhochspringerinnen der Welt - begann ihre sportliche Karriere als Kunstturnerin.
Als Frauenstabhochsprung langsam in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte, sattelte sie 1995 um auf Leichtathletik. Keine schlechte Idee, wie sich im Laufe der Jahre zeigen sollte.
Ganz klein ging es los. Von 3,00 m im Jahr 1995, steigerte sich die Russin, in Krasnodar 1300 km von Moskau entfernt - geboren, nur langsam.
Doch 2002 platzte endlich der Knoten. Stand ihre Bestleistung bis dato bei 4,20 m, gelang ihr in diesem Jahr ein Riesensatz. 4,60 m standen fortan für sie zu Buche.
Und, obwohl die Goldmedaillengewinnerin der Universiade 2003 der ehemaligen Weltrekordhalterin Svetlana Feovanova immer wieder Paroli bieten konnte und beispielsweise das Grand-Prix Finale 2003 in Monaco mit 4,70 m (Bestleistung) für sich entscheiden konnte, hat sie einen schweren Stand im russischen Team.
So wurde die Mutter einer vierjährigen Tochter, die von 1998 bis 2000 für die Türkei an den Start ging, dieses Jahr, trotz ihres Sieges über Feofanova in Lievin und trotz der übersprungenen Weltklassehöhe von 4,70 m, nicht für die Hallenweltmeisterschaft in Budapest nominiert.
In diesem Sommer will es die 25jährige, die sich zusammen mit ihrem Ehemann und Trainer Sergey Polnov und der gemeinsamen Tochter in Lathi ( Finnland) auf die Wettkämpfe vorbereitet, es erst recht wissen und startet hochmotiviert in die Olympiasaison.
4,62 m bezwang sie bereits in Rivas (Spanien) und der begonnene Höhenflug soll heute in Cuxhaven fortgesetzt werden.