Lars Riedel, der für den LAC Chemnitz startet, gehört zu den Aushängeschildern der deutschen Leichtathletik. Seine erreichten Erfolge: Olympiasieger, Weltmeister, Europameister sprechen für sich.
Auch der Start in die Saison 2003 konnte sich sehen lassen. Beim Diskus-Cup in Wiesbaden unterstrich Riedel, dass in der WM-Saison mit ihm gerechnet werden muss. Nach fast einjähriger Verletzungspause schleuderte er den Diskus bereits auf sehr gute 67,56 m und erfüllte damit die WM-Norm auf Anhieb. Nur eine Woche später steigerte er sich in Halle auf 69,50 m, womit er zur Zeit auf Rang 3 in der aktuellen Weltbestenliste liegt.
Fast erwartungsgemäß siegte Riedel auch bei den Deutschen Meisterschaften Ende Juni in Ulm. Es war sein zehnter Deutscher Meistertitel. Dieses Jubiläum konnte er zudem an seinem 36. Geburtstag feiern. Einen weiteren Grund zum feiern gab es durch den Deutschen Leichtathletik Verband, der dem Athleten im Rahmen der Meisterschaft mit dem Rudolf-Harbig-Preis auszeichnete. Mit dem nach dem ehemaligen Dresdner Weltklasseläufer Rudolf Harbig benannten Preis werden jährlich Athleten geehrt, die ein Vorbild für die Jugend darstellen.
In diesem Jahr ist der „Herr der Ringe“ einmal mehr in Cuxhaven am Start. Hier wird sich Riedel vor der WM in Paris einem letzten Formtest unterziehen. An hochkarätiger Konkurrenz wird es ihm nicht fehlen. Denn auch Michael Möllenbeck Rivale und zweiter deutscher Spitzen-Diskuswerfer - wird am Start sein.