Annika Becker, die junge Stabhochspringerin vom Erfurter LAC, begann die EM-Saison 2002 mit einem Paukenschlag: Sie sprang mit 4,56 m einen neuen Deutschen Rekord. Bei diesem Höhenflug sollte es im letzten Jahr aber nicht bleiben: Bei den Deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid steigerte sie Ihren Deutschen Rekord zunächst auf 4,65 m, dann auf 4,72 m und schließlich auf sensationelle 4,77 m. Dies war ein neuer Europarekord und neue Weltjahresbestleistung.
Zur EM in München fuhr Becker dann als klare Mit-Favoritin auf den Titel, konnte diesem Druck aber nicht Stand halten, sie platzierte sich auf einem guten, für die ehrgeizige Athletin jedoch enttäuschenden, fünften Rang.
Kaum war die Saison 2002 beendet, startete Becker auch schon in die Hallensaison 2003 mit sehr guten 4,60 m. Mit dieser Höhe wurde sie im Februar in Leipzig Deutsche Hallenmeisterin. Bei der Hallen-Weltmeisterschaft in Birmingham belegte sie einen beachtlichen 5. Rang.
Die Freiluftsaison mit dem Höhepunkt Weltmeisterschaften in Paris ist von leichten Verletzungen begleitet, dennoch sprang Annika mit 4,60 m schon die erste beachtliche Höhe und gewann am letzten Wochenende mit 4,50 m die Hitzeschlacht (45 Grad) beim Europa-Cup in Florenz. Sie ist also für Cuxhaven bestens gerüstet.
Annika Becker lebt und trainiert in Erfurt, wo sie an der Universität für das Lehramt der Grundschullehrerin studiert.